Spielbericht M1 KW42 2022-23

HSG Baar : Spvgg Mössingen

23 : 27 (8:13)

22.10.2022
Mössingen gewinnt die schwere Auswärtsaufgabe auf der Baar und feiert mit 8:0 Punkten den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte.
„Das Spiel in Baar ist für mich schon jetzt ein Landesligaklassiker. Immer harte, aber auch immer faire Spiele und dazu gute Stimmung in der Halle“, freute sich Simon Schleich schon während der Busfahrt auf die anstehende Partie. HSG-Regisseur Thomas Ulrich konnte verletzungsbedingt nicht ins Geschehen eingreifen, was das Spiel der Hausherren stark verändert. Der Spielmacher ist Dreh- und Angelpunkt der gegnerischen Mannschaft. Trotz des Ausfalls fand die Sportvereinigung schlecht ins Spiel. Zwar führte man über ein 1:3 und 4:6 durch Treffer von Sulz und Kußmann, ließ aber in der Abwehr vor allem Linkshänder Benjamin Mauthe zu frei gewähren. Die Führung war dann der Extraklasse von Spvgg-Schlussmann Gückel zu verdanken, der einige freie Würfe entschärfen konnte. Beim 6:6 lud Michael Tröster während einem Time-Out zur Nachbesprechung. Im Angriff wurden die Bälle ohne Vorbewegung im Stehen gefangen und in der Abwehr durch zu frühes Heraustreten große Lücken angeboten. Nach der Auszeit brauchten die Hausherren auch ganze zehn Spielminuten für den siebten Treffer. Mössingen konnte auf 7:13 davonziehen, verpasste es aber vor der Halbzeit in Überzahl weiter zu enteilen. Beim 8:13 wurden die Seiten gewechselt.
In der zweiten Halbzeit stellte HSG-Trainer Irion auf eine offensivere Deckung um. Mössingen konnte durch die offene Deckung gegen Gesk damit kaum einen Spielzug zu Ende spielen, kam aber über die Außenspieler zu einfachen Toren. Auch die Rückkehr von Kußmann tat der Sportvereinigung gut. Er war mit letztlich sechs Feldtoren bester Torschütze der Mössinger. Wer aber beim 15:21 (48. Spielminute) davon ausging, Mössingen biege auf die Siegerstraße ein, der hatte die Rechnung ohne die aufopferungsvoll kämpfenden Hausherren gemacht, die neben Ulrich auch auf Rückraumspieler Sasse verzichten mussten. Angetrieben von der „Südkurve Talheim“, die neben einem bengalischen Feuerwerk (vor der Halle) auch über ein elektrische Orgel, verbaut in einem Bierkasten, verfügt, kämpften sich die Gastgeber nochmals heran. Mössingen geriet durch Zeitstrafen mehrfach in Unterzahl und musste in der Crunchtime nach einer roten Karte auch auf Sebastian Bock verzichten. Beim 20:23 sieben Minuten vor dem Ende drohte das Spiel zu kippen. Die Bierkastenorgel spielte jetzt bis die Pfeifen qualmten und die Steinlachtäler ließen sich zu Fehlwürfen und technischen Fehlern hinreißen. Da auch bei der HSG die Kräfte nachließen und Keeper Gückel nochmals zwei freie Würfe parierte, brachten die Tröster-Schützlinge den Sieg über die Ziellinie.
„Da war vorne und hinten heute einiges dabei, was wir verbessern müssen. Lob an die HSG, die trotz der beiden wichtigen Ausfälle richtig Paroli geboten hat“, ordnete Tröster das Spiel gegenüber seinen Jungs nach dem Spiel ein.
Es spielten: Kai Kussmann (6), Paul Rath (4), Ruben Gesk (4), Sebastian Bock (4), Simon Schleich (3), Jona Göhner (3), Lukas Sulz (2), Harun Apakhan (1), Tim Schiller, Roman Midinet, Michel Lörz, Friedrich Gückel, Chris Frohberger, Niklas Felger. Offizielle: Jens Hipp, Michael Tröster

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