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Spielbericht M1 KW 48 2019-20

Spvgg Mössingen - HSG Rietheim-Weilheim 25:18 (12:9)
30.11.2019

In einem sogenannten „Vierpunktespiel“ gegen die HSG Rietheim-Weilheim gewannen die Jungs aus dem Steinlachtal letztendlich verdient. Doch das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf, denn die Spvgg hatte über längere Zeit ihre liebe Mühe, dem Gegner die Grenzen aufzuzeigen. Man begann, wie so oft nervös, verwarf ein paar Freie, einen Siebenmeter und der Gegner war auf einmal mit zwei Toren vorne. Zwar konnte man sich in der Abwehr festigen, führte dann auch in der 19. Spielminute mit zwei Treffern (6:4), was aber auch die insgesamt torarme erste Spielhälfte widerspiegelt. HSG-Trainer Alexander Job nahm seine erste Auszeit und seine Jungs glichen danach postwendend aus. Die Blauen rührten jetzt aber Beton in der Abwehr an, der Angriff wurde variabler und zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel in der wieder gut gefüllten Steinlachhalle einen 3-Tore-Vorsprung für die Schützlinge des Mössinger Trainerteams Tröster/Hipp an.

In der zweiten Spielhälfte wurde den Zuschauern dann eine bleierne Zeit von neun Minuten zugemutet, bis Sebastian Bock das erste Mal wieder für die Mössinger einnetzte. Zwar stand die Abwehr sicher, aber im Angriff agierte man ideenlos, ohne Druck durch Vorbewegungen oder Tempowechsel aufs gegnerische Tor. Der Gegner witterte in dieser Phase Morgenluft und nutzte den Durchhänger der Hausherren, um sich wieder bis auf ein Tor heranzuschleichen. Torwart Michael Geiger, der beste Mann der Mössinger in dieser Phase, hielt zwei seiner insgesamt drei gehaltenen Siebenmeter und Mössingen konnte es ihm verdanken, dass es auch noch nach vierzig Minuten für eine knappe Führung der Mössinger reichte (13:12). Tröster/Hipp reagierten, brachten wieder Kapitän Roman Midinet auf Halblinks. Jetzt wurde wieder richtig Stimmung in der gegnerischen Hallenhälfte gemacht und die Zuschauer bekamen das Spiel zu sehen, auf das sie fast eine Dreiviertelstunde warten mussten. Die Spvgg legte einen 5:0-Lauf aufs Parkett und zeigte, dass sie an diesem Tag die bessere Mannschaft ist. Sehenswerte Anspiele an die Kreisläufer und zwei Fackeln aus dem Rückraum vom Kapitän stellten die Anzeigetafel auf 19:14. Die HSG rannte sich jetzt immer wieder in der sicheren Abwehr der Blauen fest und konnte in den letzten fünf Minuten nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Mössingen hingegen hatte den Torhunger noch nicht gestillt und man wollte die Zuschauer noch etwas entschädigen, was dann zu einem doch noch souveränen 7-Tore-Vorsprung verhalf. Bernd Bröckel, zwar Hallensprecher beim Bundesligisten Balingen, aber der Spvgg immer noch treu verbunden im Interview mit Mössingens Trainer Michael Tröster: „Es war heute sicher nicht unser bestes Spiel, aber angesichts unserer Personalsituation müssen wir halt nach dem Eichhörnchen-Prinzip agieren. Mit einem jetzt fast ausgeglichenen Punkekonto können wir nächste Woche in Altensteig frei aufspielen. Und wenn der Fanbus dann noch lautstarke Unterstützung in den Schwarzwald mitbringt, wer weiß, vielleicht gelingt uns eine Überraschung“.

Es spielten: Geiger, Ott (beide Tor), Widmaier (1), Felger, Eißler (2), Midinet (5), Schleich (4), Apakhan (1), Bock (8/3), Sulz (2), Flammer, Schiller (1), Eisenbichler (1)

Spielbericht M1 KW 47 2019-20

TSV Köngen - Spvgg Mössingen 34:28 (17:13)
24.11.2019

Denkbar schlecht startete die Sportvereinigung gegen den Tabellenführer aus Köngen in die Partie. Nach einem Fehlpass im Angriff sah Roman Midinet beim direkten Gegenstoß bereits nach 37 Sekunden eine Zeitstrafe. Trotz Unterzahl konnte man zum 2:2 gleichziehen, als Sebastian Bock in der fünften Spielminute ebenfalls für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen durfte. Köngen setzte sich anschließend erstmals auf 7:3 ab. Die Steinlächtäler kämpften sich zurück, sorgten mit dem 8:7 durch Philipp Widmaier für den Anschluss und konnten sogar zum 9:9 ausgleichen. Zu oft wurde im Anschluss der Kreisläufer gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gastgeber gesucht. Die Anspiele landeten meist beim Gegner, der die Fehler gnadenlos durch Tempospiel bestrafte und zur Pause wieder mit vier Toren Vorsprung zum 17:13 davoneilen konnte.

Trainer Michi Tröster glaubte in der Halbzeitpause noch an eine Chance, etwas Zählbares mitzunehmen. Weniger technische Fehler und eine griffige Abwehr gegen den starken Köngener Rückraum seien dafür nötig. Seine Mannen berappelten sich und konnten in der 46. Spielminute nach einem Tor durch Luis Eisenbichler am Kreis wieder auf Tuchfühlung gehen (24:22). Nach einer Auszeit des gegnerischen Trainers Simon Hablizel folgte die Vorentscheidung. Die Hausherren zogen zum 30:24 in der 51. Minute davon. Auch eine Auszeit der Mössinger konnte nicht verhindern, dass der Tabellenführer seinen Stiefel bis zum Schlusspfiff herunterspielte und verdient die Punkte holte. Youngster Niklas Felger zeigte mit vier blitzsauberen Treffern eine gute Leistung. Lukas Flammer schnürte aufgrund der noch angespannten Personallage wieder die Turnschuhe und feierte mit drei Toren von Rechtsaußen ein gelungenes Comeback.

„In Summe geht der Sieg für Köngen natürlich in Ordnung. Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass wir die Partie länger offen gestaltet hätten. Möglicherweise hätte dann auch etwas herausspringen können. Wir müssen das Spiel abhaken und den Blick auf das wichtige Heimspiel gegen Rietheim richten“, fasste Coach Tröster das Spiel zusammen. Auf die punktgleiche Mannschaft aus Tuttlingen trifft Mössingen am kommenden Samstag zur „Primetime“ in der Steinlachhalle. Trotz einer soliden Ausbeute des Aufsteigers beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz nur zwei Punkte.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor) Widmaier (3), Felger (4), Midinet (2), Schleich (7), Apakhan, Bock (6/4), Sulz (2), Flammer (3), Schiller, Eisenbichler (1).

Spielbericht M1 KW46 2019-20

TV Aixheim vs. Spvgg Mössingen 26:26 (10:11)
16.11.2019

In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Spiel konnte die Spvgg Mössingen einen Punkt aus der ungeliebten Halle in Aldingen entführen. Ungeliebt, weil dort strengstes Harzverbot herrscht und dies die Spielweise und Kreativität der Mannschaften doch stark einschränkt. Deshalb waren auch die Mössinger Jungs die Ersten, die den Hausherren in dieser Saison einen Punkt zu Hause entreißen konnten. Das Momentum zum Sieg hatten am Ende die Gäste aus Mössingen, die zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff noch werfen konnten, aber Roman Midinet konnte das ungeharzte Leder nicht mehr im gegnerischen Netz unterbringen. Trotzdem war die Mössinger Mannschaft nicht ganz unzufrieden mit der Punkteteilung. Hatte man doch drei Siebenmeter verworfen, scheiterte öfters am guten gegnerischen Schlussmann, weil aber auch die Abschlüssen einfach zu schlecht waren. Nachdem man einigermaßen ins Spiel gefunden hatte und die wild anstürmenden Gegner in den Griff bekam, konnten die Blauen nach 25 Minuten den Drei-Tore-Vorsprung der Gastgeber in eine knappe Führung kurz vor dem Pausenpfiff drehen (10:11).

In der zweiten Spielhälfte gelang den Aixheimern zwar der Ausgleich, doch Mössingen spielte jetzt gut und lag innerhalb von drei Minuten mit drei Toren vorne (13:17), um dann acht Minuten später wieder mit einem Treffer hinten zu liegen. Zu pomadig das Spiel, zu inkonsequent die Abwehr. Die Hausherren zogen jetzt alle Register, kämpften aufopferungsvoll, ließen sich aber auch zu Schwalben hinreissen, die aber von dem gut pfeifenden Schiedsrichtergespann Jakober/Hommel gut erkannt wurden. Dann die Crunchtime. Die Gastgeber lagen in der 55. Spielminute mit 2 Toren vorne, schwächten sich aber durch zwei Zeitstrafen und gaben den Gästen aus dem Steinlachtal die Möglichkeit, zuerst auszugleichen und dann sogar in der 58. Minute mit einem Tor in Führung zu gehen. Die Aixheimer nutzen ihre letzte Chance und glichen aus. Die Halle tobte. Zu vorsichtig dann der letzte Angriff der Spvgg, der wie schon erwähnt, zu keinem positiven Abschluss führte. „Am Ende hätten wir konsequenter in einen Zweikampf gehen müssen, um nochmal einen Treffer zu erzielen, oder einen Siebenmeter zu bekommen. Meine Jungs agierten aber zu vorsichtig, um nicht nochmal einen Ballverlust zu riskieren. Insgesamt kann ich mit dem Punkt aber leben“, haderte Co-Trainer Jens Hipp nur kurz mit dem Ergebnis gegen seinen Ex-Club. Beim kommenden Auswärtsspiel in Köngen gastieren die Steinlachtäler, die jetzt im Mittelfeld der Tabelle stehen, beim derzeitigen Tabellenführer. Köngen spielt bislang eine starke Runde, womit die Traube am nächsten Samstag sicher hoch hängen.

Es spielten: Ott, Meyer (beide Tor),Widmaier, Felger (2), Eißler (5), Midinet (2), Schleich (7/1), Apakhan, Bock (8/3), Sulz (2), Schiller, Ulmer, Eisenbichler, Plocher

Spielbericht M1 KW45 2019-20

Spvgg Mössingen - TV Neuhausen 27:25 (12:14)
10.11.2019

Die wieder einmal zahlreichen und lautstarken Zuschauer in der Steinlachhalle bekamen am Sonntagabend noch vor dem Tatort einen Krimi serviert. Das Mössinger Team kämpfte aufgrund der Personallage wie die Löwen und setzte sich am Ende gegen die Württembergligareserve aus dem Ermstal durch. „Nachdem am Dienstag der Ausfall von Lukas Sulz drohte und Philipp Widmaier aufgrund eines privaten Termins absagen musste, bekam ich schon leichte Bauchschmerzen. Harun Apakhan laboriert neben den Langzeitverletzten auch noch an einem Fingerbruch. Am Mittwochmorgen meldete sich dann auch noch Luki Dietrich und teilte den Verdacht auf Innenbandriss im Knie mit. Damit verblieben noch fünf Feldspieler für das vier-Punkte-Spiel gegen Neuhausen 2. Ruhig geschlafen habe ich vor dem Spiel daher ehrlicherweise nicht“, so Kapitän Roman Midinet. Lukas Sulz biss auf die Zähne, der restliche Kader wurde mit Spielern der zweiten Mannschaft bzw. letztjährigen A-Jugendlichen aufgerüstet.

Der Beginn der Partie gestaltete sich ausgeglichen. Beim 9:11 (20. Spielminute) konnte sich Neuhausen das erste Mal eine 2-Tore-Führung bei doppelter Überzahl erspielen. Die Mössinger 6:0 Abwehr stand nicht kompakt und die Torhüter hatten im ersten Durchgang Mühe ins Spiel zu finden. Toni Trenkle erhöhte zum 11:14 für Neuhausen, im Gegenzug packte Lukas Sulz eine Rückraumfackel aus und stellte den Halbzeitstand von 12:14 her.

Die zweite Halbzeit war drei Minuten alt, da glich Mössingen erneut aus (15:15). Der Ball wurde im Angriff schnell gemacht und die resultierenden Lücken in der Ermstäler Hintermannschaft nutzte in der Anfangsphase vor allem Simon Schleich. Schlussmann Michi Geiger hielt nun einige Würfe - Neuhausens Schlussmann auf der anderen Seite verhinderte mit zahlreichen Paraden eine höhere Führung der Mössinger. So blieb es ein Kopf an Kopf Rennen bei hitziger Atmosphäre. Ein sicher nicht leicht zu leitendes Spiel für die beiden Unparteiischen.

Die letzte Führung der Gäste bestellte deren bester Schütze Daniel Jungel in der 50. Spielminute. Euchner glich in Minute 55 noch zum 22:22 aus. Anschließend folgten zwei Treffer von Philipp Mayer und Roman Midinet zum vorentscheidenden 26:22. Auch eine Manndeckung brachte die Heimmannschaft nicht mehr aus dem Konzept. Den Schlusspunkt setzte Niklas Felger zum 27:25.

„Hut ab vor der Mannschaft. Das war heute ein Kraftakt. Die meisten Spieler mussten ja fast durchspielen. Wie wichtig die Punkte sind, erkennt man beim ersten Blick auf die Tabelle. In dieser Liga kann jeder jeden Schlagen“, lobte Tröster seine Schützlinge angesichts der Niederlage des Tabellenführers beim Letzten aus Rietheim. Nun stehen für die Sportvereinigung schwere Auswärtsaufgaben in Aixheim und Köngen an.

Es spielten: Geiger, Ott (beide Tor), Felger (2), Midinet (5), Schleich (6), Mayer (2), Bock (7/5), Hoch, Sulz (3), Schiller, Eisenbichler (2)

Spielbericht M1 KW 43 2019-20

HSG Rottweil - Spvgg Mössingen 22:30 (9:16)
27.10.2019

Die erste Männermannschaft der Spvgg Mössingen setzte in Rottweil ein Ausrufezeichen und gewann souverän mit acht Toren Vorsprung. Nach zuvor drei verlorenen Spielen in Folge konnten die Mössinger mit ihrer bis dahin gebotenen Leistung nicht zufrieden sein und man wollte in diesem Auswärtsspiel unbedingt Punkte mit nach Hause nehmen. Gegen die Spielgemeinschaft aus Rottweil trafen die Steinlachtäler schließlich auch auf ein Team aus der unteren Tabellenhälfte.

Mit einer hochkonzentrierten Abwehr, zwei guten Tormännern im Rückhalt, effektiver Angriffsleistung und dem sichtbaren Willen gelang dies auch eindrucksvoll und der Gegner hatte an diesem Spieltag keine Chance. Im stehenden Angriffsspiel fanden die Hausherren kein Mittel gegen den Mössinger Abwehrverbund und gerieten häufig ins Zeitspiel. Sichtlich beeindruckt nach der ersten und einzigen Führung der Hausherren verfingen sich diese immer wieder in technische Fehler und luden die Blauen aus dem Steinlachtal zu Konter ein. Rottweils Trainer Jürgen Bartosch musste schon früh den grünen Karton für die erste Auszeit stecken, weil Mössingen nach 10 Minuten schon mit vier Toren führte (5:1). Die Hausherren konnten danach auf zwei Tore verkürzen, aber nachdem Lukas Dietrich mit einem Hattrick in der 22.ten Minute auf 4:10 stellte, wussten die vielen mitgereisten Mössinger Fans, dass an diesem Spieltag definitiv zwei Punkte drin sind. Apropos Lukas Dietrich: Der Youngster hatte einen Sahnetag erwischt und warf sein neuntes Tor in Spielminute vierzig mit einer Wurfquote von einhundert Prozent. Der wiedergenesene Simon Schleich erwischte auch einen guten ersten Spieltag nach seiner Schulterverletzung und glänzte mit fünf Toren. Sebastian Bock als sicherer Siebenmeterschütze vervollständigte den Mössinger Angriff. Die Jungs vom Trainergespann Tröster/Hipp ließen nicht locker und zum Pausenpfiff hatte man sich ein respektables Polster von sieben Toren zugelegt.

In der zweiten Spielhälfte versuchte es die HSG mit einer offeneren Abwehr und Tempospiel aus der Abwehr heraus, was die Gäste auch kurzzeitig aus dem Konzept brachte und den Vorsprung bis auf vier Tore verkürzte. An diesem Tag blieben die Steinlachtäler konzentriert und ließen sich nicht aus der Spur bringen. Lukas Sulz war es, der sich mit zwei Fackeln aus dem rechten Rückraum den Frust von der Seele schoss. In der ersten Halbzeit scheiterte er noch freistehend am Rottweiler Schlussmann. Den Hausherren fiel nicht mehr fiel ein. Jedes mühsam erarbeitete Tor wurde von den Gästen sofort wieder gekontert. Auch eine Manndeckung, von Rottweils Trainer fünf Minuten vor Schluss verordnet, konnte nicht verhindern, dass sich Mössingen noch auf acht Tore Abstand davon machte. Nachdem das souverän pfeifende Schiedsrichtergespann Berger/Tona das immer fair geführte Spiel abpfiff, war den Mössinger Jungs die Erleichterung anzusehen. „Nach den letzten Spielen ist uns ein Stück weit die Leichtigkeit abhandengekommen. Wir haben uns vorgenommen, uns wieder auf unsere eigene Stärken zu konzentrieren und uns weniger am Gegner auszurichten. Die Antwort auf den Negativlauf haben die Jungs dann mit absolutem Siegeswille gegeben, so Michael Tröster.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier (2), Dietrich (9), Felger, Eißler (2), Midinet (2), Schleich (5), Bock (7/3), Sulz (2), Schiller (1), Eisenbichler.

Spielbericht M1 KW42 2019-20

Spvgg Mössingen - SG Ober-Unterhausen 24:35 (11:18)
19.10.2019

Die erste Handballmannschaft der Spvgg Mössingen verlor ihr drittes Spiel hintereinander vor heimischem Publikum in der Steinlachhalle

Die Schützlinge vom Trainergespann Tröster/Hipp hatten an diesem Abend keine Chance gegen die Mannschaft der Spielgemeinschaft unterm Schloss Lichtenstein. Diese zeigte sich abgezockter, höchst effektiv und ließ kaum etwas liegen. Im Gegensatz zu den Mössinger Jungs, die wieder keine probate Lösung für die offene Abwehr des Gegners hatte, verunsichert wirkte und dann die falsche Entscheidungen traf. Zudem war die Abwehr zu pomadig und man ließ sich immer wieder zu Handlungen hinreißen, die dann vom Schiedsrichtergespann mit inflationären zehn Zeitstrafen geahndet wurden. Diese luden die SG zu Kontern ein, die dann vom pfeilschnellen Deniz Sarpkaya zu hundert Prozent verwandelt wurden. Mössingen lag schnell zurück (1:5 in der 8. Spielminute) und rannte dann immer einem Abstand von vier bis sechs Toren hinterher. Doch die Männer von O/U-Trainer Thomas Dangel konnten sich nach und nach davonschleichen und so mussten die Mössinger mit der Bürde von sieben Toren Rückstand den Gang in die Kabine zur Halbzeit antreten. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel. Mössingens Kapitän Roman Midinet holte sich schon in der 35. Minute seine dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte; Sebastian Bock musste nach vierzig Minuten mit einer Handverletzung auf die Bank und die Mössinger Trainer mussten den Rest von der eh schon schmalen Bank für die restliche Spielzeit einsetzen. Die SG verwaltete ihren Vorsprung souverän, konnte sich zwischenzeitlich bis auf zehn Tore absetzen und das Publikum war sichtlich froh als der Schlusspfiff ertönte.
Nun liegt es an den Mössinger Trainern, eine schon sichtlich verunsicherte Mannschaft bis zum nächsten Spiel am kommenden Sonntag gegen Rottweil, eine Mannschaft, die auch im Tabellenkeller steht, aufzubauen. Hängende Köpfe nach sechs Spieltagen sind sicherlich nicht die richtige Einstellung. Deshalb: auf ihr Blauen. Beim nächsten Spiel holt ihr euch die beiden Punkte.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier (2), Dietrich (3), Felger (1), Eißler (1), Midinet (2), Schleich (2/2), Apakhan (2), Bock (4/2), Sulz (6), Eisenbichler (1).

Spielbericht M1 KW41 2019/20

TEAM Esslingen – Spvgg Mössingen 29:21 (14:10)
12.10.2019

Mit leeren Händen musste die Sportvereinigung die Heimreise aus der Neckarstadt am vergangenen Samstag antreten. Mit 3:7 Punkten rutschen die Steinlachtäler damit auf den 11. Tabellenplatz ab.
Den Beginn der Partie gestalteten die Gäste noch ausgeglichen. Bis zum 5:6 konnten die Schützlinge von Michael Tröster immer einen Treffer vorlegen – Esslingen glich aus. Durch einen vier-Tore-Lauf konnte sich Esslingen bis zur 17. Spielminute erstmals einen Vorsprung erarbeiten. Mössingen vergab in dieser Phase reihenweise freie Abschlüsse und spielte zahlreiche Fehlpässe in die gegnerischen Hände. Mit vier Toren Vorsprung ging es auch in die Halbzeitpause.
Coach Michael Tröster war mit der Leistung seiner Spieler auch trotz dünner Personaldecke nicht einverstanden. Schon vor der Begegnung hatte er vor dem starken Schlussmann der Esslinger gewarnt. Zudem forderte er eine offensive Deckung gegen die Halbspieler, was von seinen Spielern nicht umgesetzt wurde. Im Angriff fehlte es an Bewegung ohne Ball, um die Abwehr ins Laufen zu bringen und damit Lücken aufzureißen. Überzahlsituationen wurden nicht genutzt und der Gegner zu Tempogegenstößen eingeladen.

Auch nach Wiederanpfiff gelang es den Gästen nicht, sich wieder heran zu kämpfen. Vielmehr bauten die Hausherren den Vorsprung bis zu 45. Minute auf sieben Treffer vorentscheidend aus. Mössingen versuchte sich nochmals nach Kräften zu wehren und konnte sich zumindest im Angriff gegen die offensive Deckung besser durchsetzen. Die Burgstädter verwalteten den Vorsprung und nach weiteren technischen Fehlern und Fehlpässen in der Schlussphase baute Esslingen den Vorsprung auf acht Tore aus zum Endstand von 29:21.

Am kommenden Wochenende gastiert mit der Spielgemeinschaft aus Unterhausen ein weiteres Spitzenteam in Mössingen. Mit einer hoffentlich wieder breiteren Bank möchten die Hausherren um die Punkte mitspielen, um sich nicht am Tabellenende festzusetzen.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Dietrich (5), Felger (1), Eißler (2), Midinet (6/4), Apakhan (1), Bock (4/1), Sulz (2), Schiller, Eisenbichler

Spielbericht M1 KW40 2019-20

Spvgg Mössingen - TSV Denkendorf 21:32 (13:13)
06.10.2019

Nach über einem Jahr ohne Punktverlust setzte es für den Aufsteiger aus dem Steinlachtal in der heimischen Steinlachhalle die erste Niederlage und damit den zweiten Fehlschlag in der noch jungen Landesligasaison. Der TSV Denkendorf, selbst seit über 12 Monaten auswärts ungeschlagen, sammelte verdientermaßen zwei Punkte bei seinem Gastspiel in Mössingen und thront verlustpunktfrei an der Tabellenspitze.

Das Trainergespann Tröster/Hipp warnte vor den gegnerischen Offensivqualitäten sowie dem schnellen Tempospiel und wollte nach zwei ungeschlagenen Partien den Schwung mitnehmen. Ihre Mannen ließen sich bis zur 13. Minute jedoch regelrecht überrennen und die zahlreichen Zuschauer durften mit einer schnellen Spielentscheidung rechnen. Doch die Tröster-Schützlinge berappelten sich nach einer Auszeit und kämpften sich bis zum Halbzeitpfiff wieder auf ein Unentschieden heran (13:13). Gegen die offensive Verteidigung der Gäste fand man am Kreis nun häufig den freien Mitspieler und die Kreisläufer Luis Eisenbichler und Harun Apakhan wechselten sich beim Torewerfen ab. Torhüter Michi Geiger konnte zudem einige Würfe auf sein Gehäuse entschärfen.

Entsprechend engagiert wollte die Sportvereinigung den Schwung auch in Halbzeit zwei mitnehmen. Aber bereits in den ersten Minuten vermasselte man sich die kräftezehrende Aufholjagd durch überhastete Abschlüsse und technische Fehler. Der TSV wurde zu seinem gefürchteten Tempospiel regelrecht eingeladen - beim 14:20 (38. Minute) war die Messe nahezu gelesen. Unnötige Zeitstrafen taten ihr Übriges und so konnte der Mitaufsteiger den Vorsprung Tor um Tor ausbauen. Gästespielmacher Taxis zog im Angriff gekonnt die Fäden und setzte seine Mitspieler immer wieder in Szene. Mössingen kämpfte wacker weiter, versemmelte aber neben einigen Kontern auch freie Würfe im stehenden Angriff gegen die Schlussmänner der Gäste. In der 45. Minute (19:24) gerieten die Hausherren kurzzeitig in eine dreifache Unterzahl, was Denkendorf nutzte, um den Vorsprung erstmals auf zehn Tore auszubauen (20:30).

„Wir haben heute gegen einen starken Gegner verloren. Die Höhe der Niederlage ist natürlich nicht akzeptabel. Insbesondere an unserem Angriffsspiel und der Abschlussquote müssen wir bis zum Auswärtsspiel in Esslingen kommenden Samstag arbeiten“, so der verletzte Routinier Simon Schleich.

Hervorzuheben ist (auch trotz der deftigen Niederlage) die tadellose Schiedsrichterleistung des Gespanns Terbeck und Mäußnest, die das Spiel umsichtig leiteten.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier (4), Dietrich (3), Felger, Midinet (1), Apakhan (4), Bock (7/1), Sulz, Schiller, Eisenbichler

Spielbericht M1 KW39 2019-20

 

TV Weilstetten 2 – Spvgg Mössingen 27:27 (14:15)

28.09.2019

Mit einer in Summe gerechten Punkteteilung endete das dritte Saisonspiel der Mössinger Landesligamannschaft. Aufgrund der derzeitigen Kadersituation ein Ergebnis, mit dem die Steinlachtäler leben können, obwohl im Hinblick auf den Spielverlauf sicher mehr möglich gewesen wäre.

Mössingen startete in den ersten Minuten mit gefälligem Angriffsspiel. Gegen die offensive 3:2:1 Abwehr der „Lochenfüchse“ agierte man häufig mit einem zweiten Kreisläufer, der mit schönen Anspielen auch gefunden wurde. In den Abwehrreihen hatten die Gäste dagegen keinen Zugriff und rannten daher auch bis zum 9:10 (18. Minute) durch Niklas Felger einem Rückstand hinterher. Beim 11:14 (27. Minute) durch Sebastian Bock schien es kurzzeitig so, als könnten die Schützlinge von Michi Tröster sogar mit einem komfortablen Vorsprung in die Halbzeit gehen. Durch eine doppelte Unterzahl kam Weilstetten jedoch wieder bis auf einen Treffer heran.

Im zweiten Durchgang konnte Mössingen über weite Strecken die knappe Führung verteidigen, doch Weilstetten ließ nicht abreißen. Immer wieder fanden sie ihren starken Kreisläufer, der dann einnetzte oder einen 7-Meter herausholen konnte. Insgesamt wurden den Gastgebern acht Strafwürfe zugesprochen. In der 45. Minute ging Weilstetten erneut in Führung. Mössingen haderte mit den zahlreichen Zeitstrafen der Unparteiischen, von denen sie insgesamt acht verhängt bekamen. Die Oberligareserve aus Weilstetten, die selber nur drei Hinausstellungen hinnehmen musste, nutze die Überzahlsituationen und spätestens nach der roten Karte gegen Roman Midinet acht Minuten vor dem Schlusspfiff drohte Mössingen die zweite Saisonniederlage. Michi Tröster machte aus der Personalnot eine Tugend und schickte mit Tim Schiller, Leon Ulmer, Luis Eisenbichler, Luki Dietrich und Niklas Felger gleich fünf Spieler aufs Parkett, die letztes Jahr noch A-Jugend spielten und ohnehin ihre erste Landesligaluft schnupperten. Außerdem kam Philipp Mayer aus der zweiten Mannschaft zum Zug. Die jungen Wilden dankten dem Trainer mit starken Leistungen - zunächst netzte Schiller von Linksaußen ein, anschließend versenkte Felger einen Treffer aus dem Rückraum zum 26:26 (58. Minute). Weilstetten gelang dann 82 Sekunden vor Schluss der Führungstreffer. Mössingen tat sich nun im Angriff schwer, eine Lücke für das Ausgleichstor zu finden. Sebastian Bock tankte sich neun Sekunden vor Schluss durch und jagte den Ball in die Maschen. Weilstettens Coach Graf Jenter griff zum grünen Karton, um den letzten Angriff durchzusprechen. Die Hausherren vertändelten jedoch den Ball, den Mössingern reichte die verbliebene Zeit nicht.

Nächste Woche kommt mit Denkendorf der ungeschlagene Tabellenführer in die Steinlachhalle. Der Aufsteiger hat mit starken Leistungen ein Ausrufezeichen in der Liga gesetzt. Ohne eine Topleistung des weiterhin schmalen Kaders auf Mössinger Seite wird es sicher nichts zu holen geben.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Dietrich (2), Felger (3), Midinet (6/1), Mayer, Apakhan (3), Bock (6/1), Sulz (4), Schiller (1), Ulmer, Eisenbichler (2)

Spielbericht M1 KW38 2019-20

Spvgg Mössingen - HSG Baar 31:27 (19:13)

21.09.2019

Mit einem verdienten Sieg im ersten Heimspiel gegen die Spielgemeinschaft von der Baar konnten sich die Männer 1 der Sportvereinigung die ersten Punkte holen.
Dass die Mannschaft schon beim Auftakt der Runde mit einer langen Verletztenliste zu kämpfen hat, ist bereits bekannt. Deshalb forderte das Trainergespann Tröster/Hipp schon unter der Woche: „Wir müssen enger zusammenrücken und diese schwere Anfangsphase eben mit einer schmalen Bank meistern“.
Und dies taten die Blauen dann eindrucksvoll. Philipp Widmaier, der sich die Woche zuvor schon am Knöchel verletzt hatte, biss auf die Zähne und spielte eine ganze Halbzeit. Zudem wurde die Mannschaft unterstützt von den zwei berufs-bzw. studienbedingten Abgängen Jakob Jung und Till Eissler, für die es selbstverständlich war, nochmals am Tag ihrer Verabschiedung ihre frühere Mannschaft zu unterstützen.
Mössingen legte furios los: Lukas Sulz, unter der Woche mit Rückenschmerzen aber freundlich unterstützt von IBU 400, eröffnete den Mössinger Torreigen durch einen fulminanten Kracher von rechts, nachdem er durch einen schönen Ableger von Roman Midinet bedient wurde. Diese beiden waren in der Anfangsphase nicht aufzuhalten durch einen sichtlich beeindruckten Gegner, trafen insgesamt acht Mal in der ersten Viertelstunde. Mössingen führte inzwischen schon mit sechs Toren (12:6). Die Spielgemeinschaft aus dem Schwarzwald fand in dieser Zeit kein probates Mittel, die gut stehende Abwehr der Blauen zu knacken und kam immer wieder ins Zeitspiel. Die Zuschauer der bestens gefüllten Steinlachhalle und ein lauter Fanblock „Commando Steinlach“ bekamen jetzt besten Landesligahandball zu sehen und als Luki Dietrich durch einen rotzfrechen Heber den gegnerischen Torwart überlistete und auf 17:10 stellte, war richtig was los. Martin Irion, der Trainer der HSG sah sich gezwungen, seine zweite Auszeit in der ersten Spielhälfte zu nehmen, nachdem die erste in der neunten Minute keinen Erfolg brachte. Doch Mössingen ließ sich nicht beeindrucken. Sebastian Bock, der ein sicherer Elfmeterschütze war und durch weitere fünf Feldtore bester Mössinger Werfer, erhöhte sogar auf sieben Tore und zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel in der Steinlachhalle einen Spielstand von 19:13.
Die zweite Hälfte begann wie die Erste. Baar kam jetzt zwar besser ins Spiel, aber jedes erzielte Tor wurde postwendend von den Mössinger Jungs gekontert und der Abstand zwischen 6-7 Tore verwaltet. 27:21 in der 50.ten Spielminute. Aber wer glaubte, der Sieg der Mössinger sei nur eine Frage der Höhe des Ergebnisses, wurde eines Besseren belehrt. Baar deckte jetzt sehr offen, nahm Roman Midinet in Manndeckung. Ob es dann in den letzten fünf Minuten der schon sicher geglaubte Sieg, die zwei Zeitstrafen gegen Mössingen oder einfach die fehlenden Körner in der Schlussphase waren, wusste selbst nicht einmal Trainer Tröster richtig zu beantworten. Der Gegner, der niemals aufgab und sich sichtlich nicht unter Wert verkaufen wollte, hatte sich auf einen Zwei-Tore-Abstand in Minute 58 herangeschlichen (28:26). Selbst deren sonst nicht verlegene Fanblock, von dem während des ganzen Spiels nichts zu hören war, wurde jetzt laut. Doch die Blauen behielten auch jetzt die Nerven, ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und als Basti Bock seinen fünften Strafwurf sicher verwandelte, war der Drops gelutscht.
Das Mössinger Trainergespann dürfte mit dieser Leistung unter diesen Umständen sicher zufrieden sein - die Zuschauer waren es jedenfalls. Nächsten Samstag in Weilstetten wird sicher wieder die gleiche Leistung abverlangt werden, denn dort werden ebenfalls keine Geschenke verteilt.

Es spielten: Geiger, Ott (beide Tor), Widmaier (1), Dietrich (6), Felger, Eißler (1), Midinet (6), Apakhan (2), Bock (10/5), Sulz (5), J. Jung, Schiller, Eisenbichler

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