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Spielbericht M1 KW 13 2021-22

Spvgg Mössingen - TV Aixheim 28:30 (12:14)

Einen Gewinner gab es schon vor Spielbeginn: Die Familie Tröster durfte sich über Nachwuchs freuen, denn Sohn Joris kam am Morgen gesund zur Welt. Jungvater Tröster ließ es sich aber weder nehmen, das Freitagstraining zu leiten, noch beim Spiel am Seitenrand zu stehen. Seine Manne startete wie schon so häufig mit einem Rückstand in die Partie. Erst in der 7. Spielminute traf Niklas Felger erstmals ins Aixheimer Tor. Beim 7:5 durch Felix Rudolph drehte die Sportvereinigung den Rückstand in einen kleinen Vorsprung, den die Aixheimer aber fünf Minuten vor der Halbzeit wieder in einen Rückstand aus Mössinger Sicht verwandelte. Ebenfalls wie schon häufiger zuletzt war erneut eine schlechte Chancenverwertung für den Halbzeitrückstand verantwortlich. Hätte Friedi Gückel im Gehäuse der Steinlachtäler nicht einen guten Tag erwischt - die Partie wäre vermutlich gelaufen gewesen. Ganze 15 Paraden verzeichneten die Statistiker. Lukas Sulz startete wie die Feuerwehr in den zweiten Durchgang. Die Tore 15-18 gingen auf sein Konto. Beim 21:18 in der 41. Spielminute erhofften sich die Zuschauer, dass ihre Farben den Gästen enteilen können.Ein 3:9 Lauf der Aixheimer sorgte dann aber dafür, dass sich die zweite Heimniederlage anbahnte. Beim 24:28 war die Partie gelaufen und Mössingen auf den dritten Rang abgerutscht. „Wir haben eine Bombensaison gespielt. Angesichts unserer personellen Situation haben sich die Niederlagen in den letzten Trainingswochen schon angebahnt“, so Michael Tröster. Mit Linkshänder Robin Gauger sammelte neben Joris Felger ein weiteres Nachwuchstalent die ersten Landesligaminuten. Sie werden in Zukunft sicherlich gebraucht werden, schließlich wird dann auf die Dienste von Luki Dietrich und Tim Mäußnest verzichten müssen, die nach der Partie gemeinsam mit „Oldie“ Jan Meyer verabschiedet wurden. Mössingen hat vor dem letzten Saisonspiel in Herrenberg nichts mehr zu verlieren. Anschließend dürfen sich die Spieler auskurieren - die Saison hat ihre Spuren hinterlassen.

Spvgg Mössingen: Lukas Sulz (7), Niklas Felger (5), Felix Rudolph (4), Tim Mäußnest (3), Till Eißler (3), Simon Schleich (2), Ruben Gesk (2), Thorsten Winkelmann (1), Robin Gauger (1), Tim Schiller, Christoph Ott, Jan Ulf Meyer, Friedrich Gückel, Joris Felger

TV Aixheim: Fabian Gruler (6), Philip Klingseisen (5), Pascal Efinger (4), Philip Hauser (3), Philipp Gruler (3), Florian Efinger (3), Michael Klaritsch (2), Heiko Honer (2), Nikolas Klingseisen (1), Benno Bosch (1), Kevin Stutz, Andreas Scholz, Sebastian Frey

Spielbericht M1 KW12.2 2021-22

Spvgg Mössingen-TG Schömberg: 26:28

29.03.2022

Schömberg fügt der Sportvereinigung die erste Niederlage vor heimischem Publikum zu. Die Mössinger haben damit nur noch rechnerische Chancen in den letzten beiden Spielen den Aufstieg in die Verbandsliga zu erreichen.

Vor wieder einmal zahlreichen Zuschauern starteten die Gäste besser in die Partie und konnte mit 0:2 in Führung gehen. Nach drei Spielminuten gelang den Steinlachtäler der erste Treffer und bis zum 6:2 ließ man keinen Gegentreffer zu. Mössingen war in der ersten Hälfte das klar bessere Team. Schömberg geriet nahezu jeden Angriff ins Zeitspiel und damit unter Wurfzwang. Friedi Gückel im Tor konnte hinter einer stabilen Abwehr einige Würfe parieren. Wie schon gegen die HSG Baar kämpften die Hausherren mit einer katastrophalen Wurfausbeute. Schömberg blieb der Spvgg an den Fersen kleben. Beim 13:11 wurden die Seiten gewechselt. Kurz nach Wiederanpfiff gesellte sich Roman Midinet ins prall gefüllte Lazarett und konnte ab der 33. Spielminute verletzungsbedingt nicht mehr eingreifen. Seine Teammitglieder konnte die Führung bis zur 45. Spielminute verteidigen, ehe Schömberg beim 20:20 den Ausgleich bestellte. Die Gäste hatten in der Schlussphase die besseren Nerven, während Michael Tröster an der Seitenlinie angesichts der Vielzahl an Fehlwürfen sichtlich verzweifelte. Die Abwehr offenbarte nun einige Lücken und insbesondere Keller konnte mit 12 Treffern glänzen. Til Eißler konnte in der vorletzten Spielminute noch für den Anschlusstreffer sorgen (24:25), ein Doppelschlag der TG sorgte endgültig für klare Verhältnisse. „17 Gegentore in der zweiten Halbzeit: Das ist viel zu viel“, erkannte auch Co-Trainer Seidel ein weiteres Manko.

Bei der Sportvereinigung heißt es nun Wunden lecken und den Blick auf das letzte Heimspiel gegen den TV Aixheim zu richten. Die 33:18 Hinspielniederlage ist den Mössingern noch bestens im Gedächtnis und damit noch eine Rechnung offen. Bei Michael Tröster ist gewiss wieder Improvisationstalent gefragt. Der Verletzungsliste Bock, Apakhan, Dietrich, Lörz ist schließlich mit Midinet einen Namen länger.

Spielbericht M1 KW 12 2021-22

HSG Baar - Spvgg Mössingen 23:28 (11:13)

26.03.2022

Berichteten wir vergangene Woche noch über die Coronawidrigkeiten, mit denen die Steinlachtalhandballer (wie alle Sportler) derzeit Woche für Woche zu kämpfen haben, gab es am Wochenende die Antwort, warum wir diesen Sport so lieben: Eine volle Halle mit stimmungsvollem Publikum, zahlreiche mitgereiste Fans und eine spannende Landesligabegegnung. Am Ende durften die Mössinger die Punkte aus Talheim mitnehmen. Mit den kurzfristigen Ausfällen von Winkelmann, Felger und Lörz war damit nicht unbedingt zu rechnen. Mit Apakhan und Bock hat man ohnehin zwei Langzeitverletzte.

Die Gäste starten besser in die Partie und konnten sich nach einem Tor von Tim Schiller in der 12. Spielminute auf 3:7 absetzen. Anschließend verpassten die Trösterschützlinge aber, den Hausherren zu enteilen. Und die Chancen waren reichlich vorhanden: Baars Schlussmann entschärfte aber reihenweise Tempogegenstöße, wenn der Ball nicht ohnehin am Gehäuse vorbeiflog. Der Trainer der HSG Martin Irion stellte seine Formation um und brachte mit Thomas Ulrich seinen Regisseur aufs Parket. Ulrich zog fortan geschickt die Fäden und brachte seine Farben wieder auf Schlagdistanz. Mössingen konnte noch mit einer zwei-Tore-Führung den Halbzeitgang antreten (11:13).

Michael Tröster bemängelte in seiner Ansprache die unterirdische Chancenverwertung, war ansonsten aber eigentlich mit dem Auftritt seiner Mannen zufrieden. Nach Wiederanpfiff konnte zwar Eißler zunächst für die Sportvereinigung erhöhen, anschließend lud man die Gastgeber aber durch technische Fehler regelrecht zum Torewerfen ein. Die Folge: Baar führt in der 35. Spielminute erstmals und es bahnte sich eine hitzige Schlussphase an. Ins ohnehin gefüllte Lazarett gesellte sich dann auch noch Lukas Dietrich mit einer Fingerverletzung, der anschließend nicht mehr weiterspielen konnte. In der zweiten Halbzeit verdiente sich Kreisläufer Til Eißler Bestnoten, hielt er mit sechs Treffern im zweiten Durchgang sein Team fast im Alleingang im Spiel. Nachdem auch Ulrich mit einer Knieverletzung ausfiel, gelang es Mössingen die Partie zu drehen. Jan Meyer im Tor glänzte mit einigen Paraden und im Angriff wurde die Chancen nun kompromisslos genutzt. Baar gelangen in der Schlussviertelstunde nur noch drei Treffer und musste letztlich auch verdient die Punkte an Mössingen abgeben.

Spvgg Mössingen: Till Eißler (6), Lukas Dietrich (6), Tim Schiller (4), Simon Schleich (3), Felix Rudolph (3), Roman Midinet (2), Ruben Gesk (2), Lukas Sulz (1), Joris Felger (1), Jan Ulf Meyer, Friedrich Gückel, Robin Gauger, Harun Apakhan

Spielbericht M1 KW 11 2021-22

HSG Rottweil vs Spvgg Mössingen 24:29 (12:16)

19.03.2022

Mössingen konnte das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten in Rottweil mit einer durchwachsenen Leistung gewinnen.

Es ist zur Zeit einfach schwierig, etwas mit 100% Begeisterung zu machen, wenn man nicht weiß, was der nächste Tag bringt. Zur Zeit weiß keine Mannschaft, ob das Spiel am Samstag kurzfristig noch coronabedingt abgesagt wird, oder stattfindet. Die Spvgg musste den bestellten Bus noch am Samstagmorgen abbestellen, weil das Frauenspiel kurzfristig von Mössinger Seite aus gecancelled wurde und die Männer alleine anreisten. Auf der Trainerbank vertrat Vereinslegende Florian Seidel den erkrankten Jens Hipp und sorgte direkt für die emotionale Einstimmung auf die Partie. Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Die Spvgg, anfangs schläfrig in der Abwehr, ließ die Hausherren gewähren. Die nutzen die Situation und legten die ersten 15 Minuten immer ein Tor vor (7:6). Die Initialzündung kam dann aber für die Steinlachtäler nach einer Zeitstrafe von Roman Midinet, in der man in Unterzahl einen 6:0 Lauf starten konnte - 7:13 nach gut 22 Minuten und hätte man nicht mehrere technische Fehler in Folge gemacht, wäre das Spiel schon zur Halbzeit entschieden gewesen. Getragen wurden die Gäste in dieser Phase von Lukas „Hecht“ Sulz, der in der ersten Halbzeit 7 seiner 8 Feldtore einnetzte. Die Steinlachtäler wechselten sich jetzt mit den 2-Minuten-Strafen ab und die Rottweiler kamen zur Pause wieder auf 4 Tore heran. In der zweiten Hälfte begnügten sich die Mössinger, das Ergebnis zu verwalten. Den Hausherren fiel aber auch nicht mehr viel ein, bemühten sich aber nach Kräften. Die Spvgg zog zwischenzeitlich bis auf 7 Tore davon, mussten aber dann wieder nach einigen Fehlern ein paar Gegentore hinnehmen. Richtig spannend wurde es nicht mehr und die zahlreichen angereisten Zuschauer konnten nach 60 Minuten ihrer Mannschaft gratulieren. Fazit: Ausser Lukas Sulz und Simon Schleich konnte und war keiner der Mössinger Spieler mit der eigenen Leistung zufrieden. Allerdings, und das muss auch gesagt werden, ist die Mannschaft seit Wochen nicht vollzählig und deshalb umso erfreulicher, dass Youngster Joris Felger mit einem Tor glänzen konnte und auch sonst eine engagierte Leistung zeigte. Aber alle wissen auch, dass man im nächsten Auswärtsspiel am nächsten Samstag gegen die HSG Baar eine Schippe drauflegen muss, soll der erste Tabellenplatz verteidigt werden......sofern das Spiel überhaupt stattfindet, denn Baar hatte schon das Spiel an diesem Samstag coronabedingt absagen müssen. Wie schon erwähnt. Schwierige Zeiten.

HSG Rottweil: Timo Hildebrand (10), Niklas Hummel (5), Jens Haberkorn (3), Damir Marjanovic (2), David Eglof (2), Gabriel Schweizer (1), Andreas Eisenack (1), Patrick Müller, Felix Müller, Dennis Huber, Raphael Hagen, Nils Haberkorn, Steffen Franz, Kajetan Beyer

Spvgg Mössingen: Lukas Sulz (8), Simon Schleich (5), Felix Rudolph (3), Niklas Felger (3), Thorsten Winkelmann (2), Roman Midinet (2), Ruben Gesk (2), Lukas Dietrich (2), Tim Schiller (1), Joris Felger (1), Christoph Ott, Jan Ulf Meyer, Michel Lörz

Spielbericht M1 KW8 2021-22

Spvgg Mössingen - HSG Baar: 33:27 (14:16)

Dezimierte Mössinger mischen weiter ganz oben mit in der Landesliga.
Nach einem Halbzeitrückstand kämpfen sich die Trösterbuben in dreifacher Unterzahl zurück und drehen das Nachholspiel vor 150 Zuschauern.

Ohne die erkrankten und verletzten Schleich, Lörz, Bock und Apakhan musste die Sportvereinigung gegen die Gäste von der HSG Baar aufs Parkett. Lars Böhringer von der A-Jugend durfte daher erstmals Landesligaluft schnuppern. Den besseren Start erwischten die Hausherren. Nach 12 Minuten erzielte Lukas Sulz das 7:4. Die Steinlachtäler hatten zu diesem Zeitpunkt aber schon mehrere Chancen verpasst, eine größere Führung herauszuspielen. Gästetrainer Irion legte den grünen Karton und die Auszeit zeigte ihre Wirkung. Über ein 10:10 ging die HSG mit 12:15 in Führung. Anschließend sorgte Felix Rudolph mit drei Treffern für seine Farben für den Anschluss. Bei den Gästen ragte Albert Tafelmaier mit elf Toren heraus. Regelmäßig fand der Rechtsaußen die Lücke und verwandelte auch die 7-Meter-Würfe sicher. Mössingen tat sich dagegen insbesondere in der zweiten Welle schwer. Immer wieder landete der Ball beim Tempospiel in den gegnerischen Händen. Die Spvgg kämpfte sich aber beim 24:24 wieder heran und es folgte die vorentscheidende Phase der Begegnung: Innerhalb einer Minute mussten Dietrich, Sulz und Rudolph für 2-Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Die Sportvereinigung und ihre Anhänger ärgerten sich, das Schiedsrichtergespann Rösch/ Tontsch pfiff aber letztlich sehr souverän und umsichtig. Mit nur drei Spielern auf dem Feld tankte sich Moritz Kehm durch und verwandelte zum 25:25. Anschließend vertändelte Baar den Ball und verpasste, dass Sulz als vierter Feldspieler zurückkehrte und prompt die Führung bestellte. Diese Tore waren wohl echte Wirkungstreffer für die Gäste. Mössingen zog auf 31:26 davon und konnte die Führung bis zum Schlusspfiff beim 33:27 verteidigen. „Beim Umschalten von Abwehr zu Angriff haben wir heute ein paar Fehler zu viel gemacht. Da werden wir diese Woche sicher daran arbeiten. Auch in der Abwehr haben wir teilweise wieder zu wenig als Team verteidigt, fasste Ruben Gesk, mit zehn Treffern Mössingens bester Torschütze, das Spiel zusammen.
Spvgg Mössingen: Ruben Gesk (10/4), Lukas Dietrich (8), Lukas Sulz (4), Felix Rudolph (3), Till Eißler (3), Tim Schiller (2), Thorsten Winkelmann (1), Roman Midinet (1), Moritz Kehm (1), Jan Ulf Meyer, Friedrich Gückel, Niklas Felger, Lars Böhringer.
Offizielle: Jens Hipp, Michi Tröster, Markus Bold, Stefanie Schneider

HSG Baar: Albert Tafelmaier (11), Robin Simmerer (7), Thomas Ulrich (3), Benjamin Mauthe (2), Marco Böhnig (2), Yannick Nieß (1), Matthias Fleischer (1), Daniel Wachter, Simon Sasse, Jannik Sasse, Dominic Platzer, Leon Irion, David Hauser. Offizielle: Tim Müller, Martin Irion, Eva Kull

Spielbericht M1 KW 7 2021-22

Spvgg Mössingen - TV Spaichingen: 37:33 (15:15)

19.02.2022

Lukas Dietrich ragt mit 12 Feldtoren beim 37:33 Sieg der Sportvereinigung über den TV Spaichingen heraus. Der Youngster präsentierte vor 250 Zuschauern in der Steinlachhalle eine blitzsaubere Leistung und wurde daher völlig zurecht von Trainer Michael Tröster zum MVP gekürt.

Nach der deutlichen Hinspielniederlage hatten die Gäste noch eine Rechnung mit den Hausherren offen. Spaichingen startete entsprechend mit einer kompakten Abwehr in die Partie und zwang die Hausherren bereits nach zehn Minuten zu einer Auszeit. Anschließend folgte ein Dreifachschlag durch Dietrich zum 10:10. Dietrich und Spaichingen wechselten sich dann bis zum 15:15 Halbzeitstand beim Tore werfen ab. David Baier führte bei den Gästen geschickt Regie und setzte seine Mitspieler in Szene. Mössingen agierte dagegen in der Abwehr zu nachlässig und im Angriff viel zu statisch. Was der Trainer von der Leistung seiner Schützlinge hielt, fasste Michael Tröster in der Halbzeitpause kurz und bündig zusammen: „Das ist scheiße!“ Anschließend schickte er seine Mannen zum Warmlaufen wieder aufs Parkett, denn auch die Ausfälle von Bock, Schleich und Apakhan konnten den schwachen Auftritt nicht entschuldigen - sie wurden durch Eißler, Mäußnest und Kehm kompensiert.

Acht Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da stand es 23:18 - die Trösterbuben hatten wohl die Ansage verstanden und wurden allmählich ihrer Favoritenrolle gerecht. Spaichingen kämpfte bis zur letzten Minute und konnte auch immer wieder auf Tuchfühlung kommen. Neben Dietrich konnte auch Felix Rudolph im rechten Rückraum im Angriffspiel überzeugen und steuerte fünf Treffer zum in der zweiten Halbzeit letztlich nicht mehr gefährdeten Heimsieg bei. „33 Gegentore sind viel zu viel. So gewinnst du eigentlich kein Spiel. Wir haben teilweise nur mit 50% gespielt“, war auch Rückkehrer Gückel mit dem Spiel seiner Vorderleute unzufrieden. Trotz aller berechtigter Kritik steht Mössingen mit 19:5 Punkten immer noch in der Spitzengruppe der Landesliga und hat nach wie vor Chancen auf die Meisterschaft.

Spvgg Mössingen: Lukas Dietrich (12), Ruben Gesk (7/4), Felix Rudolph (5), Niklas Felger (4), Thorsten Winkelmann (3), Roman Midinet (2), Michel Lörz (2), Tim Schiller (1), Till Eißler (1), Lukas Sulz, Christoph Ott, Tim Mäußnest, Moritz Kehm, Friedrich Gückel. Offizielle: Jens Hipp, Michael Tröster, Markus Bold, Stefanie Schneider

TV Spaichingen: Fabian Simmerer (6), David Baier (6/3), Daniel Koscher (5), Lars Fetzer (5), Dominik Wetzel (4), Julian Gutmann (4), Patrick Sindele (3), Paul Roscic, Konstantin Pauli, Lukas Osterburg, Florian Merkt, Thomas Koch, Jonathan Honer, Andreas Gassner. Offizielle: Bryan Kopansky, Thomas Stocker, Jannik Leiber

Spielbericht M1 KW 4 2022-22

TSV Altensteig vs. Spvgg Mössingen 30:26 (14:15)

29.01.2022

Mössingen verliert in Altensteig.

Es war, wie angekündigt, der heiße Fight zwischen dem Tabellenersten aus dem Steinlachtal und dem -zweiten mit dem TSV Altensteig, ein sogenanntes Vier-Punktespiel, dessen Ausgang vielleicht entscheidend für den Aufstieg in die Verbandsliga sein kann. Dabei glänzten beide Mannschaften nicht mit Bestleistung. Nach nervösem Anfang von beiden Seiten mit vielen Fehlern gelang es der Spvgg sich bis zur achten Minute mit drei Toren (3:6) abzusetzen, indem man wie gewohnt mit ausgespielten Angriffen und viel Druck aufs Tor agierte. Der TSV hielt sich in dieser Zeit mit ihren Besten, Fuhrmann, Sudaric und Karap über Wasser, scheiterten aber öfter am überragenden Torhüter Friedi Gückel im Mössinger Kasten. Trotzdem konnten die Gastgeber in der 15.ten Minute ausgleichen, bekamen aber dann ihre erste Zwei-Minuten-Strafe, was die Spvgg nutzte, um den alten Abstand wieder herzustellen. Zu Ende der ersten Spielhälfte war es dann Altensteig, der die kurze Schwächephase der Gäste mit einem Anschlusstor in der letzten Sekunde bestrafte.(14:15) Was dann in der zweiten Hälfte mit den Steinlachtälern passierte, analysierte deren Trainer so: Wir haben von Anfang an nicht mehr den Druck aufs gegnerische Tor gebracht, wie in der ersten Hälfte, haben uns zu sehr ins eins gegen eins verstrickt, zwei total Freie nicht reingemacht und am Ende waren es 20 Minuten, in denen den Jungs nur zwei Tore gelangen“. Altensteig führte jetzt zwar mit zwei Toren, konnte die Mössinger Flaute aber auch nicht nutzen, um entscheidend davonzuziehen. Eine der Schlüsselszenen war jedoch auch, dass die bis dahin gut pfeifenden Schiris jetzt den schauspielerischen Fähigkeiten einiger TSV-Spieler mehr Beachtung schenkten und Mössingens Roman Midinet mit einer direkten roten Karte bestraften nach einem vermeintlichen Gesichtstreffer. Vermeintlich daher, da auch der Gefoulte nach dem Spiel einräumte, dort nicht getroffen worden zu sein. Man kann es clever und abgezockt nennen, oder auch nicht. Auf einmal stand man nur noch zu viert auf dem Spielfeld. Jetzt fehlten den Steinlachtälern auch noch die Alternativen im Rückraum, auch, weil Sebastian Bock an diesem wichtigen Tag immer noch verletzungsbedingt fehlte. Mössingen wehrte sich nach Kräften, kam wieder besser ins Spiel, konnten aber nicht verhindern, dass der TSV jetzt in der 47. sten Spielminute zum ersten Mal mit fünf Toren führte. Die letzten zehn Minuten versuchte die Spvgg noch mit einer offenen Abwehr, stellte zwei Gegenspieler in Manndeckung, aber die Gastgeber verwalteten den Vorsprung mühelos bis zum Schluss gegen den angeschlagenen Gegner. Altensteig konnte sich feiern, sie waren in der zweiten Halbzeit das bessere Team, muss aber auch sein nächstes Spiel in der gefürchteten harzfreien Halle in Aixheim gewinnen, um die immer noch nach Pluspunkten führene Spvgg vom ersten Tabellenplatz zu stossen. Bei Mössingen überzeugten Friedi Gückel im Tor und Lukas Sulz, was bei dem hochkarätigen Spielerpotenzial des TSV aber zu wenig war, um Zählbares aus dem Schwarzwald mitzubringen.

Es spielten: Gückel, Ott (beide Tor), Dietrich (5), Gesk (3), Felger, Midinet (2), Schleich (3/1), Rudolph (1), Apakhan (1), Schiller, Lörz, Sulz (7), Winkelmann (4), Rath

Spielbericht M1 KW 3 2021-22

TV Weilstetten vs. Spvgg Mössingen 19:31 (10:15)

22.01.2022

Mit einem Kantersieg gegen die Reserve des TV Weilstetten setzte die Spvgg ein Ausrufezeichen vor dem wichtigen Spiel am kommenden Wochenende gegen Altensteig. In einem immer fairen Spiel, mit zwei guten Shiris und nur wenigen Zeitstrafen, war die junge Mannschaft um Trainer Timo Luppold vom TVW von Anfang an überfordert, kam oft ins Zeitspiel und hatte kaum eine Chance gegen die an diesem Tag exzellente Abwehr der Sportvereinigung. Alleine mit der rechten Seite um LINKSHÄNDER Dannenberg, einem talentiertem EIGENGEWÄCHS aus der Balinger-JUGEND, der mehrere Male die Lücke nutzen konnte und von aussen einnetzte, konnte der Gastgeber verhindern, dass Mössingen nicht von Anfang an davonzog. Auch der gute Torwart des TVW hatte keine Mühe, die zu Beginn schlampig verwerteten Angriffe der Spvgg abzuwehren. Nach einer Auszeit von Weilstetten pirschten sich die Hausherren wieder nach einem Vier-Tore-Vorsprung der Spvgg auf ein Tor heran. Doch der eingewechselte Simon Schleich, der einen guten Tag mit sechs Toren erwischte, brachte die Steinlachbuben jetzt auf Erfolgskurs. Tor um Tor zog man davon, besann sich auf seine Stärken und fast jeder der Angriffe wurde mit einem Treffer belohnt. Die Serie wurde durch den Pausenpfiff unterbrochen. Der Gastgeber konnte in den letzten zehn Minuten davor nur noch zwei Tore erzielen. (10:15)

Lukas Dietrich, der sich in der ersten Halbzeit noch nicht mit dem Weilstettener Torwart angefreundet hatte, eröffnete die zweite Spielhälfte mit einem fulminanten Rückraumkracher in die Maschen des TV. Die Gäste zeigten jetzt, dass sie nicht zu Unrecht an der Tabellenspitze stehen. Lukas Sulz hatte einen energischen Zug zum Tor und traf insgesamt fünf mal. Auch Luki Dietrich zeigte jetzt sein Können wie gewohnt von der rechten Seite (8 Tore), Harun Apakhan nutzte seine körperliche Überlegenheit und traf am Kreis drei Mal. Der Rest der jungen Wilden bedankte sich beim Trainerteam Tröster/Hipp mit einem 8:0-Lauf für ihre Einwechslung. Friedrich Gückel, der früher schon bei Mössingen zwischen den Pfosten stand und zukünftig wieder stehen wird, vernagelte nach seiner Einwechslung das Tor geradezu und ließ 14 Minuten lang keinen Treffer der Gastgeber mehr zu. Zappa Single, einer der Besten des TVW, stellte dann in der 53.ten Minute die Anzeigetafel auf 15:28. Die Messe war schon lange gelesen und bei den Weilstettener Spielern ließ die Körperspannung sichtlich nach. Der Rest der Spielzeit war nur noch Ergebniskosmetik. Trotzdem muss man am kommenden Samstag die Leistung der zweiten Halbzeit über die ganze Spieldauer bringen, will man gegen den selbst ernannten Aufstiegskandidaten aus dem Nordschwarzwald Zählbares mitnehmen.

Es spielten: Gückel, Meyer (beide Tor), Dietrich (8), Gesk (1), Felger (2), Midinet (1), Schleich (6/2), Rudolph, Apakhan (3), Schiller (2), Lörz (2), Sulz (5), Winkelmann (1)

 

Spielbericht M1 KW 2 2021-22

HSG Rietheim-Weilheim vs. Spvgg Mössingen1 26:28 (12:17)

Es war das erwartet schwere Ausswärtsspiel in der neuen Marquardt-Halle in Rietheim-Weilheim, das die Mössinger Landesligamannschaft zu Beginn der Rückrunde bestreiten musste. Das zweite Spiel in einer Halle, in der der Ball nicht geharzt werden darf. Die erste Niederlage der Saison erlitt man im letzten Vorrundenspiel in Aixheim, bei dem man ebenfalls ohne Harz hoch verlor.

Doch die HSG, die in der Steinlachhalle im Herbst letzten Jahres noch eine empfindliche Niederlage hinnehmen musst, war nicht gewillt, vor eigenem Puplikum den Mössingern das Feld zu überlassen. Mössingen ging zwar in Führung und konnte diese auch nach einer Viertelstunde Spielzeit bis auf fünf Tore ausbauen, nicht zuletzt, weil eine sehr aufmerksame Abwehr die Gastgeber vor Probleme stellte. Jedoch wurde so manche Abwehraktion der Mössinger postwendend durch einen Siebenmeter bestraft, die aber vom gut augelegten Christoph Ott drei mal hintereinander entschärft werde konnten. Insgesamt 6 der 11 gegnerischen Strafwürfe wurden zur Beute der Mössinger Torhüter.

Die Gastgeber spielten zwar engagiert mit, bekamen aber eine doppelte Zwei-Minuten-Strafe in Spielminute 21, die von den Steinlachtälern genutzt wurde, um das erste Mal mit sieben Toren Vorsprung in Führung zu gehen. In einem bis dahin sehr fair geführten Handballspiel wurden vom Scheidsrichtergespann inflationär Zwei-Minuten-Strafen und Siebenmeter auf beiden Seiten verteilt, (15 mal 2 Minuten und 18 Siebenmeter sprechen für sich), das dem Spielfluss sicher nicht gut tat. Mössingen ging mit einem fünf Tore Vorsprung in die Pause und die wenigen mitgereisten Zuschauer aus dem Steinlachtal bereiteten sich auf eine entspannte zweite Hälfte vor. Das entpuppte sich jedoch als Trugschluss. Die Jungs vom Trainergespann Tröster/Hipp wähnten sich wohl schon auf der sicheren Seite, die Abwehr agierte nicht mehr so konsequent, auch das man nur noch selten mit sechs Spielern verteidigen konnte. Zusätzlich leistete man sich selbst noch zwei verworfene Siebenmeter. Die Gastgeber bekamen gepuscht durch eine laute Halle die zweite Luft, hatten aber auch das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite, weil fast jeder Abpraller durch ein Tor verwertet werden konnte. Der Vorsprung der Gäste schmolz von Minute zu Minute und so konnte die HSG nach einer Dreiviertelstunde ausgleichen, gingen sogar in der 49.ten Minute in Führung. So kam es, dass die Crunchtime noch zum echten Krimi wurde. Die Führung wechselte jetzt ständig, aber die Gastgeber ließen sich jetzt von der Hektik anstecken, verwarfen jetzt den Ball mehrmals oder machten technische Fehler. Mössingen dagegen spielte effektiver, holte sich zwei Minuten vor Spielende noch einen Zwei-Tore-Vorsprung, den die Gastgeber aber nochmals verringern konnten. Mössingens Kapitän Roman Midinet tankte sich dann nochmals in der letzten Minute durch die Abwehr der Gastgeber und machte den Deckel drauf. (26:28) Ein spannendes, aber faires Handballspiel war zu Ende. Die Mössinger Jungs hatten dazugelernt, nämlich, dass auch in Sieben- Tore -Vorsprung kein Garant ist, ein Spiel zu gewinnen. Das hätte auch ins Auge gehen können. Letztlich kann das Trainergespann zumindest mit der Disziplin seiner Schützlinge zufrieden sein.

Es spielten: Ott/ Meyer (beide Tor), Dietrich (7), Gesk (6/3), Felger (1), Midinet (5), Schleich (3/2), Rudolph (2), Apakhan, Schiller (1), Lörz, Sulz (1), Winkelmann (2)

Spielbericht M1 KW 47 2021-22

TV Aixheim - Spvgg Mössingen 33:18 (10:8)

27.11.2021

Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Tröster-Buben gegen den heimstarken TV Aixheim. Die Trainer appellierten vor dem Spiel noch an ihre Schützlinge, dass es das wichtigste Spiel der Hinrunde ist. Aixheim gab in den letzten fünf Jahren lediglich 14 Punkte an ihre Gäste ab. Das durchschnittliche Torverhältnis von 30,5:22,5 spricht in diesem Zeitraum für sich. Die Steinlachtäler hätten dabei mit einem Sieg einen Konkurrenten an der Tabellenspitze vorerst abhängen können.

Der Spitzenreiter brauchte aber fast zehn Minuten, bis Lukas Dietrich erstmals den Ball im gegnerischen Tor unterbringen konnte. Anschließend verletzte sich Abwehrchef Winkelmann beim Tempogegenstoß und konnte fortan nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Die Abwehr ließ in den ersten 30 Minuten dennoch lediglich zehn Gegentore zu und so blieb man trotz der geringen Torausbeute auf Tuchfühlung mit den Hausherren (10:8).

Es dauerte im zweiten Durchgang ganze fünf Minuten, um jede Chance auf einen Punktgewinn aus der Hand zu geben. Reihenweise technische Fehler, Pässe in die Arme des Gegners und schwache Torabschlüsse hatten zur Folge, dass Aixheim auf 15:9 davonzog. Die Gastgeber standen defensiv kompakt, verteidigten hart, aber nicht unfair und verfügten über einen Schlussmann, der nahezu jeden Wurf der Sportvereinigung entschärfen konnte. Nach einem Ballgewinn wurde der Ball schnell nach vorne getragen und die Mössinger Torhüter kassierten Gegentor um Gegentor. Spätestens beim 23:13 war Mössingen auf dem Weg zu einer richtigen Abreibung. Beim Schlusspfiff beim Stand von 33:18 war vermutlich jeder Mössinger Spieler froh, dass die zweite Halbzeit ein Ende fand.

„Das war heute ein gebrauchter Tag. Kein Spieler hat Normalform erreicht. Das wir so auseinanderfallen, wenn es mal nicht so läuft, ist besonders enttäuschend“, fasste ein bedienter Michael Tröster die Partie zusammen.

Es spielten: Meyer, Ott (beide Tor), Dietrich (4), Gesk (3/1), Felger (2), Midinet (2), Schleich (3), Rudolph (1), Apakhan (1), Bock, Schiller, Lörz (1), Sulz (1), Winkelmann

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